Oberflächenhärte

Zerlegt man die Eigenschaftsbenennung "Oberflächenhärte" in ihre Wortteile, "Oberfläche" und "Härte", weiß man schon, worum es geht. Wie hart ist eine Oberfläche?

 

Wie hart eine Materialoberfläche ist, wird mit einem anderen (im Allgemein härteren Material) gemessen. Dabei kommt es darauf an, wie viel Widerstand das zu prüfende Material dem härteren entgegensetzt, bis eine bleibende Verformung in der Oberfläche zu sehen ist.

Es gibt hier verschiedene Prüfmethoden:

 

  • Rockwell
  • Vickers
  • Brinell 

 

Die Oberflächenhärte kann sich von der Härte des Grundmaterials unterscheiden, sofern die Oberfläche als Beschichtung aufgebracht wurde. So kann eine Oberfläche, auch im Gegensatz zum Grundmaterial, stoß- und druckfest sein oder anders herum, weich und elastisch, UV- oder temperaturbeständig.

 

Polycarbonat ist hierfür ein gutes Beispiel. Um eine hohe Bruchsicherheit zu erreichen, benötigt man einen weichen Materialkern. Die Oberfläche soll aber möglichst unempfindlich gegenüber Kratzern sein und zudem UV-beständig. Dies kann mit einer Beschichtung erreicht werden, die dem Material die nötige Oberflächenhärte und UV-Beständigkeit verleiht.